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Lernzeit

Die Lernzeit - individuelle Förderstunde

  1. Lernzeit

Jede Schülerin und jeder Schüler hat das Recht auf individuelle Förderung. Dieser Festlegung des § 1 des NRW-Schulgesetzes fühlen wir uns in besonderer Weise verpflichtet. Wir stellen seit vielen Jahren fest, dass insbesondere die Schreib- und Rechtschreibkompetenzen unserer Fünftklässler:innen mit individuellen Förderangeboten verbessert werden müssen. Deswegen findet für die Schüler:innen der 5. und 6. Klassen des Regelzweigs einmal pro Woche klassenübergreifend die sogenannte Lernzeit statt. Während dieser Unterrichtstunde werden die Schüler:innen nach einer Diagnosephase je nach Förder- und Forderbedarf in verschiedenen Kursen unterrichtet:

  • Dabei gibt es Kurse für Kinder mit leichten und auffälligen Rechtschreibschwierigkeiten bis hin zu dem Bereich der Lese-Rechtschreib-Störung. Wir arbeiten in ruhiger und konzentrierter Atmosphäre ohne Notendruck am Schriftbild, erarbeiten Rechtschreibstrategien, üben Rechtschreibregeln ein und verbessern so die Rechtschreibkompetenzen unserer Schüler:innen. Die Kurse für Schüler:innen mit attestierter Lese-Rechtschreibschwäche werden von unserer ausgebildeten LRS-Lerntherapeutin des angeschlossenen LRS-Zentrums des CJD durchgeführt.
  • Ebenso gibt es die Möglichkeit, ein Teamtraining zu besuchen, welches ein Training im Bereich des Sozialverhaltens darstellt.
  • Schüler:innen, die keinen Förderbedarf in den oben genannten Bereichen haben, arbeiten im Rahmen des Projektkurses im Sinne des Forderns an verschiedenen Projekten.

Die Zuweisung zu den Kursen ist flexibel, auch während des Halbjahres sind Wechsel möglich.

Das Fach Lernzeit wird nicht benotet, sondern versteht sich als leistungsdruckfreier Raum, wo mit Hilfe von Impulsen an Problemfeldern gearbeitet wird oder auch Interessen nachgegangen und die eigene Kreativität ausprobiert werden kann.

Die Lernzeitstunde ist auch für die Schüler:innen des bilingualen und des hochbegabten Zweigs frei geblockt, damit die Rechtschreibförderung und das Teamtraining auch für diese Schüler*innen bei Bedarf am Vormittag erfolgen kann. Die bilingualen Klassen haben stattdessen eine zusätzliche Konversationsstunde.

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Die Lernzeit-Kurse:

Im A-Kurs werden die Regeln zur Zeichensetzung und zur dass/das Schreibung geübt. Vielen Kindern fällt es noch schwer beim Schreiben gleichzeitig auf den Inhalt, die Textmerkmale und die Rechtschreibung zu achten. Dafür werden neben weiteren Übungen auch Geschichten geschrieben, die gemeinsam mit der Lehrkraft korrigiert werden, um auch das Überarbeiten einzuüben. Neben dem Erwerb von Rechtschreibkompetenz geht es dabei auch um die Förderung von Schreibmotivation. Für Schüler:innen, die ihr Aufgabenpensum in einer Stunde etwas früher erledigt haben, steht eine Lesekiste mit ausgewählten Büchern aus dem SLZ bereit. Wer fertig ist und ordentlich gearbeitet hat, darf also zur Belohnung lesen.

 


 

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Im B Kurs werden Übungen zu den Rechtschreibstrategien und Rechtschreibregeln kombiniert mit Übungen aus der LRS Förderung. Hier ist es wichtig, dass alle in ihrem eigenen Tempo arbeiten können. Manche brauchen für dasselbe Pensum entschieden mehr Zeit.
Die Schüler:innen sollen in diesem Kurs lernen, zunehmend Verantwortung für ihr Lernen zu übernehmen, in dem sie üben, mit Hilfe eines Arbeitsplans zu arbeiten und ihre Ergebnisse regelmäßig selbständig mit Lösungsblättern sorgfältig zu vergleichen. Die Lehrkraft hilft inhaltlich, klärt Fragen zu Regeln und Strategien und zu Aufgabenstellungen. Sie unterstützt diesen Prozess durch die Anregung zur Reflexion des Lernprozesses, des selbstgesteuerten Arbeitens und der Motivation (Mache ich wirklich Fortschritte? Warum mache ich keine Fortschritte? Was kann ich verändern?).
Die Erfahrung zeigt, dass nach etwa 6 Monaten die meisten Schüler:innen des Kurses neben der Verbesserung der Rechtschreibfähigkeiten gelernt haben, ein gewisses Maß an Eigenverantwortung zu übernehmen, was wiederum eine Voraussetzung auch für das weitere Lernen außerhalb des Kurses ist.

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Die Schüler:innen mit ausgewiesener Leserechtschreibschwäche werden von einer LRS- Lerntherapeutin unseres LRS-Zentrums unterrichtet.

Im C-Kurs liegen im 5. Schuljahr die Schwerpunkte in den Bereichen Konzentration, Wahrnehmungen und Rechtschreibstrategien. Schüler:innen, die eine ausgewiesene LRS haben, müssen vorrangig in diesen Bereichen gefördert werden, bevor die Rechtschreibregeln vertieft werden können. Ab dem 6. Schuljahr werden bestimmte Rechtschreibphänomene hinzugezogen.

Einer der wichtigsten Punkte im 5. Schuljahr ist, dass das Selbstvertrauen der Schüler:innen gestärkt wird, um mit ihrer LRS-Problematik besser umgehen zu können und um die Bereiche zu fördern, die bei LRS Schüler:innen different sind. Falls bei den Schüler:innen eine erworbene Lese- Rechtschreib-Schwäche vorliegt, werden diese Schüler spätestens nach der 6. Klasse keine Probleme mehr mit ihrer Rechtschreibung haben. Schüler:innen, die eine Lese-Rechtschreib-Störung haben, die genetisch bedingt ist, werden eine längere Zeit an den Förderkursen teilnehmen.

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Hier werden diejenigen Kinder unterstützt, die sich am Anfang noch in irgendeiner Weise mit der neuen Schule und der neuen Klasse schwer tun. Sie werden in einer kleineren Gruppe von einer Lehrkraft gefördert, die außer langjähriger Erfahrung als Lehrer auch Fortbildungen in Mediation (= Streitschlichtung), TZI (Themenzentrierter Interaktion), Gewaltfreier Kommunikation (nach Marshall B. Rosenberg) und Sozialtraining gemacht hat. Die Kinder sollen in diesem Kurs lernen, sich ihrer eigenen Gefühle und Bedürfnisse bewusst zu werden, und diese in einer sozial-adäquaten Weise auszudrücken. Natürlich spielen dabei auch Regeln und Grenzen eine wichtige Rolle sowie auch das christliche Menschenbild, das jeden Menschen als wertvoll und achtenswert herausstellt.

In diesem Kurs wird viel gespielt. Die Spiele sind pädagogisch ausgerichtet und werden in den Stunden selbst reflektiert. Die Kinder lernen Selbstwahrnehmung und Selbstbewusstsein. Sie lernen sich in ihren jeweiligen Rollen zu verstehen und andere in ihren Rollen zu akzeptieren. Es werden Wahrnehmungs-und Entspannungsübungen, Kommunikationsspiele, Rollenspiele, vielleicht auch ("nur") Gesellschaftsspiele gemacht. Dabei wird über Stress-und Streitsituationen und über den Umgang mit Störungen, Wut und Aggressionen gesprochen. Gezielt gefördert werden Teamfähigkeit und Kooperation. 

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Schüler:innen, die keinen Förderbedarf in den oben genannten Bereichen haben, arbeiten im Rahmen des Projektkurses im Sinne des Forderns an verschiedenen Projekten, wie zum Beispiel:

  • Buchprojekte auf Deutsch und Englisch, in Verbindung mit Buchvorstellungen, bei denen verschiedene Arten von Präsentationsformen eingeübt werden
  • Erstellung einer PowerPoint-Präsentation, z.B. zu den antiken und neuen Weltwundern
  • Produktion eines Hörspiels
  • Black Out Poetry - Crashkurs Süterlin
  • Entwicklung eines Escape Rooms zu historischen Themen
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